Hildesheim, Deutschland

Zweigleisiger Ausbau der Eisenbahnstrecke Hildesheim - Groß Gleidingen

Projekttyp

Umweltplanung
Fachgutachten

Auftraggeber:in

DB Netz AG - Regionalbereich Nord

Projektzeitraum

seit 2009

Leistungen

  • Landschaftspflegerische Begleitplanung (LBP)
  • Umweltfachliche Bauüberwachung (UBÜ)
  • Landschaftspflegerische Ausführungsplanung (LAP)
  • Faunistische Kartierungen
  • Bauüberwachung Landschaftsbau
  • Überarbeitung Kompensationsmaßnahmenplanung
  • Aufbereitung der Maßnahmen zur Eingabe in das bahninterne Fachinformationssystem Naturschutz und Kompensation (FINK)
  • Zuarbeit bei der Übergabe der Flächen an eine Stiftung
  • Deckblattverfahren

Die Umweltplanungsleistungen erfolgten in den Entwurfsabschnitten 31 bis 33 entlang einer bestehenden ICE- und Güterzugstrecke zwischen Hildesheim und Groß Gleidingen, die auf einer Länge von 34 km zweigleisig ausgebaut wurde.

Im Rahmen der Umweltfachlichen Bauüberwachung wurde erstmalig ein umweltfachlicher Bauleitfaden entwickelt; Begleitung der Rodungsarbeiten; Berücksichtigung potenzieller Hamstervorkommen; intensive Sensibilisierung der Bauunternehmen und deren diverser Unterauftragnehmer hinsichtlich ökologischer Besonderheiten; Begleitung der eigentumsrechtlichen Regelungen (Grunddienstbarkeiten, Grunderwerb).

Landschaftspflegerische Ausführungsplanung (LAP) und Überwachung des Landschaftsbaus, zeitlich gestaffelter Maßnahmenpakete.

Begleitung und Bearbeitung des Deckblattverfahrens.

Besonderheiten:
Bei der Kompensationsmaßnahme Dingelber Klunkau handelte es sich um eine Renaturierung / Revitalisierung eines historischen, trockenen und stark mäandrierenden Altarms der Dingelber Klunkau in mitten eines bestehenden älteren Gehölzbestandes. Hier erfolgte durch das Büro Drecker die Ausführungsplanung, die Ausschreibung und die Bauüberwachung.

Bei der Kompensationsmaßnahme Amphibienleiteinrichtung bei Lengede / Broistedt handelte es sich um die Errichtung einer festen und dauerhaften Leiteinrichtung auf einer Länge von ca. 560 m. Des Weiteren wurde im angrenzenden Waldgebiet, einem Hybridpappelforst, eine 25 m breite gestufte Waldrandzone unter Erhaltung der vorhandenen standortheimischen Strauchschicht gepflanzt. Hier erfolgte durch unser Büro die Ausführungsplanung, die Ausschreibung und die Bauüberwachung.

Aufgrund von langwierigen eigentumsrechtlichen Klärungen erstreckt sich die Realisierung der letzten Maßnahmen voraussichtlich bis in das Jahr 2022.

Detailplanung Gewässerverlauf Dingelber Klunkau: Büro KLT